Bericht vom Gemeindefeuerwehrtag 2011 in Villip

Das Feuerwehrfest startete jedoch schon am Samstag gegen 18 Uhr mit einem „lauen Sommerabend“ im geschmückten und malerisch beleuchteten Garten des Gerätehauses. Bei Musik, frisch gegrillten Spezialitäten und gekühlten Getränken verfolgten die zahlreichen Gäste beide Viertelfinal- Begegnungen der Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Das die deutsche Mannschaft nach der Verlängerung aus dem Turnier ausschied, hat die Gäste nicht davon abgehalten, bis spät in die Nacht zu feiern. "Die Bevölkerung hat unser Angebot sehr gut angenommen", freute sich Löschgruppenführer Peter Schumacher über den ausgezeichneten Besuch. 

Bewegende Predigt von Pfarrer Zeyen

Am Sonntag trafen sich sämtliche Löschgruppen der Gemeinde Wachtberg um 9 Uhr zum festlichen Umzug durch das Dorf in Begleitung des Tambour-Sport-Clubs Villip, anschließend legten sie einen Kranz am Ehrenmal nieder und begaben sich zur Heiligen Messe in die Pfarrkirche Villip. Dort hielt Pfarrer Hermann Josef Zeyen eine bewegende Predigt, in der er unterstrich, die Feuerwehr sei eine der ganz wenigen Bürgerinitiativen, die nicht gegen etwas protestiere, sondern sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetze.

Gleich nach der offiziellen Eröffnung durch Gemeindebrandinspektor Markus Zettelmeyer und Bürgermeister Theo Hüffel und in Anwesenheit der beiden Vizebürgermeisterinnen Renate Offergeld und Rita Braun hielt Brandinspektor Peter Schumacher eine kurze Jubiläumsansprache unter dem Motto "Tatüü..Tataa.., die Feuerwehr ist auch für Sie da!" 1926 sei die Feuerwehr in den Orten Villip, Villiprott und Holzem gegründet worden, anfangs noch mit Handdruckspritze und Ledereimer ausgestattet. Ab den 1950 er Jahren war dann erstmals eine motorbetriebene Tragkraftspritze im Einsatz, und in den 1960 er Jahren stellten die Villiper das erste Löschfahrzeug in Dienst. Seit 1982 hat die Löschgruppe (bestehend aus den ehemaligen Standorten Holzem, Villiprott und Villip) ihren gemeinsamen Standort im neu errichteten Feuerwehrhaus mitten im Ort in der Kreuzgasse. Hier leisten insbesondere die 35 Einsatzkräfte ihren Dienst, darüber hinaus sind zwölf Jugendliche in der Jugendgruppe aktiv und acht Kameraden in der Ehrenabteilung.

Ein Segen für die Gemeindekasse

Schumacher wies auch darauf hin, dass der ehrenamtliche Dienst der Feuerwehrleute ein Segen für die Gemeindekasse sei, wenn auch Ausrüstung und Fahrzeuge durchaus Geld kosteten. Doch in Wahrheit bekomme nicht die Feuerwehr ein neues Fahrzeug, sondern der Schutz der Bürger werde durch eine moderne Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr verbessert. "All dies ist notwendig, um Ihnen im Unglücksfall, bei Bränden oder Überschwemmungen zu helfen", machte Schumacher klar. Und natürlich auch zur Sicherheit der im Einsatz befindlichen Feuerwehrangehörigen. 365 Tage im Jahr leisteten die Angehörigen der Feuerwehr rund um die Uhr unentgeltlich Hilfe bei Not- und Unglücksfällen.

Dann startete der Leistungsvergleich der Jugendfeuerwehren Wachtbergs mit fünf teilnehmenden Mannschaften. Direkt nach der Siegerehrung lockte der frisch gebrühte Kaffee, der selbstgebackene Kuchen und frische Waffeln der Feuerwehr Frauen ins „Florianscafé“. Dazu gaben 20 Musiker der „Original Vischeltaler“ ein schönes Platzkonzert mit fetziger Blasmusik. Groß war das Erstaunen der Zuschauer bei der Vorführung eines Fettbrandes und einer Fettexplosion.

30 Kilo zusätzliche Belastung

„Die Feuerwehrbekleidung im Wandel der Zeit“ war das Thema einer interessanten "Modenschau" mit Feuerwehrbekleidung aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, der sechziger und der achtziger Jahre sowie der aktuellen Ausrüstung. Dabei wurde den zahlreichen Zuschauern auch deutlich vor Augen geführt, dass ein Feuerwehrmann im Brandeinsatz mit seiner erweiterten persönlichen Schutzausrüstung bis zu 30 Kilogramm zusätzliche Belastung zu tragen hat und körperlich entsprechend fit sein muss. Anschließend verfolgten die Zuschauer wieder die Live-Übertragungen der Viertelfinalbegegnungen der Fußballweltmeisterschaft der Frauen sowie des Formel 1-Rennens in Silverstone.

Rundum gelungenes Familienfest

Ohnehin stand die Familie im Mittelpunkt des Sonntags, denn die Kleinen durften auf der Hüpfburg toben, mit dem Kettenkarussell Runden drehen und auf Bobby-Cars über das Gelände flitzen. Die auf der Kreuzgasse ausgestellten Feuerwehrgeräte und Fahrzeuge konnten angeschaut und angefasst werden. Die 35 Aktiven der Villiper Löschgruppe, darunter drei Frauen, Verfügen über ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, einen Rüstwagen RW1 sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug MTF. Zusätzlich zu den dauerhaft im Gerätehaus Villip stationierten Fahrzeugen war auch eine Drehleiter DL (K) 23/12 einer Privatunternehmung und ein Rettungswagen RTW des Deutschen Roten Kreuzes (Ortsverein Wachtberg) zu besichtigen, das seine Rettungswache ebenfalls in Villip hat. Im Garten ließen sich die Kinder beim professionellen Kinderschminken verschönern oder mit der Airbrush-Pistole ein kurzzeitiges Tattoo verpassen. Das Deutsche Rote Kreuz betrieb im Gerätehaus einen Infostand und gab allen die Möglichkeit, Übungen zur Wiederbelebung durchzuführen. Desweiteren rundeten ein Informationsstand zu Rauchmeldern, ein Verkaufsstand von Feuerwehrartikeln, allerlei Bastelaktivitäten und Spiele rund um die Feuerwehr und den Rettungsdienst das Programm des Jubiläumsfestes ab.

Gemeindefeuerwehrtag 2011 in Villip

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