Bronze für die Wachtberger Wehr bei den Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften 2016

Trainiert wurde für die Meisterschaften seit April wöchentlich. Der Umgang mit dem Material musste auf den Punkt sitzen. Jeder Fehler kostet Strafpunkte, die einem schnell ein paar Plätze nach hinten katapultieren. Die Schläuche mussten sauber gekuppelt und über die gesamte Länge ohne Drall verlegt werden. Insgesamt müssen beim tradtionellen Wettkampf eine Saugleitung von 4 Längen, ein Verteiler nach 2 B-Schläuchen und 2 Angriffleitungen mit je 2 C-Schläuchen aufgebaut werden. Im Gegensatz zu den Regeln beim klassischen Leistungswettbewerb ist das Material so ausgewählt und leicht modifiziert, damit das kuppeln besonders geschmeidig läuft. Die letzten Trainingszeiten waren bei vielversprechenden 55 Sekunden für die gesamte Übung und so ging es mit einem guten Gefühl nach Rostock.

Bevor es für die Wachtberger Kameraden am Samstag ernst wurde, gab es jedoch einiges zu erleben und entdecken. "Gänsehaut pur war die Eröffnungsfeier", berichtet Frank Liczner, der die Wachtberger Teilnehmer anführte. "2.100 Kameraden vertraten im Rostocker Stadthafen ihre Bundesländer und Feuerwehren; ein beeindruckendes Bild bei Sonnenuntergang und der maritimen Umgebung", so Liczner weiter.

Neben der Disziplin, an denen die Wachtberger teilnahmen, gab es bei den Deutschen Meisterschaften auch Wettbewerbe im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf (inkl. Hakenleitersteigen) und die Internationalen Jugendwettbewerbe. Desweiteren gab es den Kuppelcup und galt es einen Löschangriff nass durchzuführen. Beim Hakenleitersteigen galt es schnellstmöglich drei Stockwerke mit einer Hakenleiter zu erklimmen. Ziel des Kuppel-Cups war es in kürzester Zeit eine Saugleitung von 4 Längen inkl. Saugkorb zusammenzukuppeln. Gewonnen haben den Kuppel-Cup die Kameraden aus Suhl (Thüringen) mit 20,65 Sekunden.

Die Leistungsschau zeigte schnell, dass man verdammt schnell sein musste, um hier in den vorderen Rängen mitspielen zu können. Dementsprechend motiviert gingen die Wachtberger Feuerwehrleute am Samstagmorgen in den Wettkampf. Kurz vor 10 Uhr hieß es dann von der Wachtberger Gruppenführerin Caroline Hubrich "mit je zwei C-Längen, erstes und zweites Rohr vor" und die angetretene Mannschaft machte sich in Windeseile auf den Weg, die Übung zu vollenden. Nach 53,96 Sekunden und mit null Fehlern war das Spektakel zu Ende. Der anschließende 8x50m Feuerwehrhindernislauf war nach weiteren 70,87 Sekunden beendet und nun galt es die Konkurrenz genau zu beobachten.

Am Ende landeten die Wachtberger Kameraden auf Platz 35 von 50 und gewannen damit eine Bronzemedaille. 20 Sekunden fehlten auf die Gewinner aus Nidderau-Eichen (Hessen). "Wir haben eine fehlerfreie Übung mit unserer persönlichen Bestzeit abgelegt, damit sind wir mehr als zufrieden", sagte Liczner. Mit dieser guten Stimmung ließen die Wachtberger Teilnehmer Caroline Hubrich, Georg Hubrich, Benjamin Jakob, Thomas Kiupel, Frank Liczner, Christian Münzer, Michael Münzer, Kenan Özkaya, Frederik Reins, Peter Schumacher, Jan Sonnenschein, Frank Steinhöfer und Dominik Zorn die Veranstaltung ausklingen.

Besonderes Highlight zum Schluss war ein Treffen mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Feuerwehrverbandes Hartmut Ziebs, der sich persönlich bei den Wachtberger Kameraden für die Teilnahme bedankte.

Mit diesen Eindrücken ging es zurück nach Wachtberg - bereit für die nächste Wettkampf-Herausforderung.

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