Großübung in der Wahner Heide

Gegen 7 Uhr war Abmarsch vom Gerätehaus in Berkum. Am Truppenübungsplatz angekommen, wurden die Wehrleute von den Kameraden der Bundeswehr über den Truppenübungsplatz zu der Stelle eskortiert, an dem für den Übungstag das Lager aufgeschlagen werden sollte. Nachdem die Versorgung durch das DRK Wachtberg sicher gestellt und alle Vorbereitungen vor Ort abgeschlossen waren, ging es auch schon in die erste Übung. Über den Berkumer ELW - der während des ganzen Tages die Leitstelle simulierte - ging ein Notruf ein, dass eine Person beim Pilzesammeln gestürzt sei und nun verletzt am Boden lag.

Sofort rückte die Feuerwehr und der Rettungsdienst zur Unglücksstelle aus. Die Anfahrt erfolgte hierbei über vorher ausgehändigte Lagekarten. Die Erkundung vor Ort ergab, dass die Person auf einem Bunker lag und eine Höhenrettung erfolgen musste. Der Erkundungstrupp kletterte mit dem Notarzt über die Feuerwehrleiter auf den Bunker und kümmerte sich um die Erstversorgung der verletzten Person. Schnell war eine Schleifkorbtrage auf den Bunker geschafft und die Rettung der Person war im vollen Gang. Die verletzte Person - dargestellt von einem Bundeswehr-Kameraden - war kurzer Hand in der Schleifkorbtrage und wurde über eine zweite Feuerwehrleiter abgelassen.Schon diese erste Übung zeigte, wie realistisch die einzelnen Szenarien ausgearbeitet wurden.

Nach einer kurzen Frühstückspause erreichte bereits der nächste Notruf die Einsatzkräfte. Eine Person wurde in einem Waldstück vermisst und musste gesucht werden. Nach einer kurzen Lageerkundung durch den Einsatzleiter durchstreiften die Feuerwehrleute den Wald und ruften nach der vermissten Person "Achim". Gefunden wurde "Achim" am Fuße eines Abhangs am Ufer eines Sees. "Achim" war umgekippt und geschwächt und konnte den Hang nicht mehr selbstätig hoch gehen. Kurze Absprache unter den Gruppenführern und die Entscheidung war getroffen, dass auch hier eine Rettung mit der Schleifkorbtrage erfolgen sollte. Aufgrund des unwegsamen Geländes wurde die Schleifkorbtrage zusammen mit "Achim" über Feuerwehr- und Arbeitsleinen nach oben gezogen. Noch ein kurzer Transport quer durch den Wald zum Feldweg und mit der Übergabe an den Rettungsdienst endete auch diese Übung.

Damit war ein ereignisreicher Vormittag war zu Ende und eine Stärkung bei Steak und Bratwürsten hatten sich alle verdient. Parallel zu den Einsatzübungen hatten die LKW-Fahrer der Feuerwehr die Möglichkeit die Feuerwehr-Fahrzeuge bei einem Fahrsicherheitstraining kennenzulernen. Jochen und Christoph Moll zeigten, wie ein Fahrzeug bei einer Vollbremsung aus voller Fahrt reagiert oder wie man über den Einsatz der Außenspiegel auch in engen Situationen einen großen Feuerwehr-LKW rangieren kann. Highlight war mit Sicherheit eine Fahrt mit dem TLF3000 aus Niederbachem durch die Sandstrecke in der normalerweise Panzer fahren. Das TLF musste hierbei das ein oder andere Mal aus einer festgefahrenen Situation befreit werden.

Der nächste Einsatz forderte dann wieder die Aufmerksamkeit aller Übungsteilnehmer. Gemeldet wurde ein Verkehrsunfall mit drei schwer verletzten Personen. Ein laut laufendes Radio aus dem Auto und Gaffer die zunächst die Arbeit der Feuerwehr behinderten ließen schon kurz nach dem Eintreffen vergessen, dass es sich nur um eine Übung handelte. In Absprache mit dem Notarzt wurden dann die Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Mit Schere und Spreitzer wurden Zugänge zu den verletzten Personen im Auto geschaffen und nach und nach die Personen aus dem Auto gerettet. Mitten in der Übung simulierte ein lauter Knall das Auslösen eines Airbags. Auch das ist im Realfall nicht unwahrscheinlich.

Noch eine kurze Stärkung bei Kaffee und Kuchen und schon ging der letzte Notruf des Übungstages beim ELW Berkum ein. Ein Brand auf einem Campingplatz in der Nähe. Der Campingplatz war allerdings bekannt dafür, dass sich hier oft Landstreicher aufhalten. Dementsprechend wurden auch mehrere stark angetrunkene Personen angetroffen, die es aus dem Feuer zu retten galt. Da sich diese nicht immer ganz kooperativ zeigten, waren hier schon einige Einsatzkräfte gebunden. Die weitere Erkundung des Campingplatzes ergab, dass sich mehrere Propangasflaschen auf dem Gelände befanden. Diese galt es schnell in Sicherheit zu bringen. Der Angriffstrupp kümmerte sich währenddessen mit einem C-Schlauch um die Feuerbekämpfung.

Am Ende des Tages sah man in viele zufriedene Gesichter. Durchweg kam der Übungstag sehr gut bei allen Einsatzkräften an. Es wurde einmal das komplette Spektrum geübt, was eine Feuerwehr heutzutage bei einem Einsatz erwarten kann. Die realitätsnahe Ausgestaltung der einzelnen Übungsszenarien bereiten die Feuerwehrleute ideal für den tatsächlichen Einsatz vor. Einen großen Dank an die Kameraden der Reservistenkameradschaft für die Vorbereitung, Bereitstellung des außergewöhnlichen Übungsplatzes und die Darstellung der unterschiedlichen Personen. Ebenso ein großer Dank an das DRK Wachtberg für die Versorgung über den ganzen Tag hinweg. Eines steht auf jeden Fall fest: dies wird nicht der letzte Übungstag in der Wahner Heide gewesen sein.

Großübung in der Wahner Heide

Großübung in der Wahner Heide

Großübung in der Wahner Heide

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Großübung in der Wahner Heide

Pressestimmen

FF Wachtberg | Bildergalerie von der Großübung in der Wahner Heide:

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